Zivil‑militärische Zusammenarbeit im Fokus: LNA‑Refresher 2026 setzt neue
Maßstäbe
Zwei Tage voller Führung, Triage, Krisenkommunikation und zivil‑militärischer Zusammenarbeit – mit starkem
Beitrag der ÖGWMPh.
LNA Refresher 2026 in Graz: Zwei intensive Tage voller Einsatzführung, Triage, Krisenkommunikation und Stabsarbeit. – heuer mit einem besonderen Schwerpunkt: Ein großer Teil der Referentinnen
sowie mehrere Teilnehmerinnen stammen aus der Österreichischen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie (ÖGWMPh) und brachten ihre militärmedizinische Expertise maßgeblich ein.
Gemeinsam mit dem Team der Taktischen Sanitätskomponente der LPD Steiermark, sowie Trainern aus dem Österreichischen Bundesheer und zivilen Einsatzorganisationen ist ein hochprofessionelles,
interdisziplinäres Fortbildungsformat entstanden, welches die Führungsfähigkeit im medizinischen Krisenmanagement weiter stärkt. Die starke Beteiligung von Vertretern der ÖGWMPh sorgte für einen
wertvollen Brückenschlag zwischen ziviler und militärischer Einsatzmedizin.
Ein herzliches Danke an alle Referentinnen und Teilnehmenden für ihren Beitrag zur Weiterentwicklung der österreichischen Katastrophen und Einsatzmedizin.
01.02.2026, 11:00:32
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OTS0012
Volksbefragung zum Wehrdienst
Wehrpolitischer Dachverband unterstützt Modell "Österreich Plus"
„Uns hat die heutige Ankündigung von Bundeskanzler Stocker über eine Volksbefragung überrascht, weil die Expertenkommission ja
bereits einen breiten Konsens erzielt hat und die Empfehlungen eindeutig sind. Aber ich vertraue auf die Vernunft der Bevölkerung“
Brigadier Erich Cibulka, Vorsitzender des Dachverbands
Wien (OTS) -
Erst vor wenigen Tagen wurde der Bericht der Wehrdienst-Kommission vorgestellt. Es war am “Tag der Wehrpflicht”, der jährlich am 20. Jänner an die Volksbefragung aus dem Jahr 2013
erinnert. Damals haben sich knapp 60 % der Bevölkerung für eine Beibehaltung der Wehrpflicht und gegen ein Berufsheer ausgesprochen.
Die Plattform Wehrhaftes Österreich hat immer darauf hingewiesen, dass Wehrpflicht mehr ist als der Grundwehrdienst. Sie umfasst auch die Milizverwendung mit regelmäßigen Übungen
- wie es in der Bundesverfassung festgelegt ist.
Deshalb unterstützt der Dachverband die Empfehlung der Kommission, die der Bundesregierung aus sicherheitspolitischen Gründen eine Verlängerung des Grundwehrdienstes auf acht
Monate und anschließend verpflichtende Übungen im Ausmaß von zwei Monaten angeraten hat. Damit sollen die Fähigkeiten der Soldaten gesteigert und dadurch die Einsatzbereitschaft
des Bundesheers und der Schutz Österreichs sichergestellt werden.
Uns hat die heutige Ankündigung von
Bundeskanzler Stocker über eine Volksbefragung überrascht, weil die Expertenkommission ja bereits einen breiten Konsens erzielt hat und die Empfehlungen eindeutig sind. Aber ich
vertraue auf die Vernunft der Bevölkerung, sagt Brigadier Erich Cibulka, Vorsitzender der Plattform Wehrhaftes Österreich.
Der Dachverband mit seinen österreichweit ca. 250.000 Mitgliedern wird sich daher intensiv für eine Zustimmung zum Modell “Österreich Plus” einsetzen.
Rückfragen & Kontakt
Plattform Wehrhaftes Österreich - Dachverband der wehrpolitischen
Vereine Österreichs | Brigadier Mag. Erich Cibulka, Vorsitzender
Telefon: +43 676 3301963
E-Mail: [email protected]
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XIII. Tag der Wehrpflicht am 20. Jänner 2026
Am 20.1.2026 fand der nunmehr 13. Tag der Wehrpflicht im Haus der Industrie in Wien statt. Der Andrang war mit 700
Teilnehmern groß wie nie zu vor und eine bestens gelaunte Frau BM Claudia Thanner verlieh ihrer Hoffnung auf eine baldige politische Umsetzung der Ergebnisse der Wehrdienstkommission Ausdruck.
Der Generalsekretär des Dachverbandes der wehrpolitischen Vereine Österreichs GenMjr i.R Dr. Peter Fender einen Rückblick auf die bisher eingeführten und oftmals veränderten Wehrdienstmodelle der
2. Republik. GenMjr Hameseder präsentierte als Vorsitzender der
Wehrdienstkommission 2025 in seinem Referat die neuen Modelle für Wehr- und Zivildienst aus dem 49 Punkte umfassenden Bericht. In einer Podiumsdiskussion mit den Wehrsprechern aller fünf Parlamentsparteien signalisierten diese ihre Zustimmung zur Wehrdienstverlängerung
und Wiedereinführung von verpflichtenden Milizübungen. Als Zeitrahmen für die erforderliche politische Diskussion wurde ein Inkrafttreten von entsprechenden Beschlüssen mit 1. Jänner 2027
in Aussicht gestellt. Die ÖGWMP ist seit 2025 Mitgliedsverein des Dachverbandes und
war beim diesjährigen Tag der Wehrpflicht mit einem Informationsstand präsent. Vertreten wurde unsere Gesellschaft vom 1. Vizepräsidenten ObstltA Dr. Christoph Pöttinger, dem
Rechnungsprüfer Obst i.R. Sigmund Uray und Stv. Schatzmeister ObstdG Klaus Streit und Fhr Christoph Hartlieb als Vertreter unserer jungen Generation.
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Ing. Hannes Stiasny, Hptm (OGNÖ), Dr. Christoph Pöttinger, ObstltA (1. Vizepräsident ÖGWMPh), Mag. (FH) Klaus Streit, MSc, Obst dG (Stv. Schatzmeister ÖGWMPh), Christoph Hartlieb, Fhr
(MilMedStud)
Partnerschaft mit dem Arbeitskreis Sanitätsdienst im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V.
Im Rahmen des Neujahrsempfangs der Offiziersgesellschaft Wien im Prunksaal des Heeresgeschichtlichen Museums am 15. Jänner 2026 fanden Gespräche zwischen dem Vorsitzenden des Arbeitskreises
Sanitätsdienst im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. Prof. Dr. RÖMER, OTA, Vorstand Dr. HORTEN, Oberst, und dem Präsidenten der ÖGWMPh Prof. Dr. Arnold HÖPPCHEN, ObstA, statt.
Eine Vertiefung der Zusammenarbeit sowie gegenseitige Besuche und Teilnahmen an Veranstaltungen wurden vereinbart. Die ÖGWMPh erhielt vom Arbeitskreis Sanitätsdienst als Dank und Anerkennung eine
Urkunde, eine Ehrentafel und eine Coin, wofür dich der Präsident der ÖGWMPh herzlich bedankte. Im April soll dann ein Besuch in Berlin stattfinden.
Prof. Dr. RÖMER, OTA (rechts), und Prof. Dr. Arnold HÖPPCHEN, ObstA (links)
Das war die Jahrestagung mit Jahreshauptversammlung 2025
Am 18. Oktober 2025 lud der Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie (ÖGWMPh) zur Jahrestagung am Seminarzentrum ISELSBERG des Österreichischen Bundesheeres in
Kärnten an der Grenze zu Osttirol gelegen, ein. In diesem Jahr stand die Jahrestagung unter dem Motto „Zivil-militärische Zusammenarbeit“ und behandelte damit ein aktuelles und bedeutsames Thema.
Bereits am Vorabend fand die gut besuchte Jahreshauptversammlung mit Wahlen statt, bei der Präsident ObstA Prof. Dr. Arnold Höppchen und sein Vorstandsteam für eine weitere Amtszeit bestätigt
wurde.
Brigadier Dr. Signe Buck und Generalarzt a.D. Horst Peter Becker wurden dabei für Verdienste um die ÖGWMPh mit dem Ehrenzeichen "Pro Merito" ausgezeichnet.
Beim gemeinsamen Festbankett sowie bei vielen Gesprächen mit Mitgliedern, Vortragenden und Gästen, unter ihnen Frau Brigadier Dr. Signe Buck, Leiterin der Abteilung Sanitätsführung der Direktion
8 des Österreichischen Bundesheeres, Generalarzt Prof. Dr. Benedikt Friemert, Kommandeur der Bundeswehrkrankenhauses Ulm, Generalarzt a.D. Horst Peter Becker, Vizepräsident der Deutschen
Gesellschaft für Wehrmedizin (DGWMP) und Obstlt Dr. Marcel Bundi, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft der Offiziere der Sanitätstruppen (SGOS), wurde bereits am Abend vor der Jahrestagung
die Kameradschaft gepflegt, viel diskutiert und zusammen gelacht.
Am nächsten Morgen fand dann bei strahlendem Sonnenschein die Jahrestagung 2025 statt. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten der ÖGWMPh konnten die zahlreichen Teilnehmer im modernen
Seminarzentrum ISELSBERG nationale und internationale militärische und zivile Referenten erleben, die für ein abwechslungsreiches und spannendes Programm sorgten: Generalarzt Prof. Dr. Friemert,
Oberstarzt Dr. Evers, Oberstveterinär Prof. Dr. Münch von der Deutschen Bundeswehr, Obstlt Dr. Bundi von der Schweizer Armee, ObstltA Dr. Pöttinger, Vzlt Kiefer und OStv Mitter vom
Österreichischen Bundesheer, Dr. König, Dr. Wallner und Frau Lippa von der ÖGWMPh sowie Landesrettungskommandant Pichler vom Roten Kreuz Kärnten und Prof. Dr. Hobusch von der Medizinischen
Universität Wien boten einen idealen Mix an Themen aus den Sanitätsdiensten der DACH-Länder sowie den Blickwinkel aus dem zivilen Bereich.
Schwerpunkt der Beiträge und Diskussionen lag auf der aktuellen weltpolitischen Lage und der daraus folgenden Ableitungen für die jeweiligen Sanitätstruppen sowie den zivilen Bereich. Die
Notwendigkeit der Vertiefung der Zusammenarbeit von DGWMP, SGOS und ÖGWMPh wurde erkannt. Neben der Intensivierung des interdisziplinären Austausches der Sanitätsdienste in der DACH-Region
könnten auch zukünftig gemeinsame Ausbildungen und Tagungen dieses ambitionierte Ziel möglich machen und die ÖGWMPh lädt die DGWMP und SGOS ein, die Kräfte gemeinsam zu bündeln.
Nach einem intensiven und überaus kurzweiligen Tag konnte die Jahrestagung erfolgreich abgeschlossen werden. Der Vorstand der ÖGWMPh freut sich schon auf die nächste Jahrestagung, die am 11.
September 2026 in Salzburg stattfinden wird.
Landesgruppe Tirol: Vortrag der IKRK- Delegierten Gartlacher
Einen seltenen Gast, nämlich die IKRK-Delegierte Stefanie Gartlacher,
konnten wir, vom Vorstand der Tiroler Wehrmediziner der ÖGWMP eingeladen, vor kurzem im Gesellschafts-/Vortragsraum des MilKdo Tirol willkommen heißen. In Zusammenarbeit mit der
Offiziersgesellschaft Tirol konnte Obst i.R. Fritz Bieler in einen vollbesetzten Saal blicken und gut 50 Besucher begrüßen: unter anderen OGT Präsident ObstLt HR Niedermayer, den OGT GenSkr Hptm
Keil und Mitglieder, Tiroler Peacekeeper VÖP mit Landesleiter Herwig Leo, Mitglieder der Tiroler Landesgruppe ÖGWMP so auch Berufskader. Man ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, aus erster
Hand hoch Interessantes und Aktuelles zu erfahren. Vor allem vom letzten mehrmonatigen Einsatzes der Vortragenden in der UKRAINE, der erst vor kurzem im Frühjahr dieses Jahres endete.
"Seelensonntag"
2024 des Tummelplatzvereins/Gedächtnisstiftung INNSBRUCK-AMRAS
Einer schönen, wichtigen und würdigen Tradition folgend, findet jeden ersten Sonntag nach Allerseelen die
"Seelenfeier" am Tummelplatz/Soldaten- und Waldfriedhof statt.
Hier reihen sich Gedenkkreuze, Grabsteine und Kapellen aneinander zwischen Bäumen und Sträuchern. Zum Teil
tatsächlich "echte" Soldatengräber aus sehr frühen Zeiten, meist jedoch Gedenkstätten, die an gefallene Soldaten der letzten zwei Weltkriege erinnern, die jedoch anderswo in der Ferne bestattet
wurden, allermeist nie exhumiert und "nach Hause" überstellt.
Die Seelenfeier erinnert an diese Soldaten, die nie mehr heim kamen und ihr Leben in der Fremde verloren
haben.
Die Andacht wurde konzelebriert von den Priestern MMag. Maximilian Thaler sowie MilOberkurat MMMag.
Gmachl-Aher.
Die Gedenkstätten werden dazu von Verwandten besucht und "besetzt" und beim Rundgang vom Priester mit Weihwasser
gesegnet.
Von der Vereinsführung geladene Ehrengäste aus Politik, öffentlichem Leben, Militär, Polizei, Traditionskörpern,
wehrrelevanten Vereinigung nebst zahlreichen Fahnenabordnungen ergaben alle zusammen einen feierlichen Rahmen.
So auch die ÖGWMP Landesgruppe TIROL vertreten durch zwei Kameraden, die im "Tiroler" Vereinsanzug mit den
anwesenden Ehrengästen zusammen jedes Jahr bei der "Erinnerung an die Gefallenen beider Weltkriege" dabei waren.
Ein Film von Herbert Edenhauser hielt die Momente der diesjährigen Seelenfeier fest:
Rückblick auf die Jahreshauptversammlung und Jahrestagung 2024 der ÖGWMPh
Am 17. Oktober 2024 fand in der Schwarzenbergkaserne in Wals die Jahreshauptversammlung der Österreichischen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie statt. Der Präsident konnte viele
Mitglieder begrüßen und die "Vereinsarbeit" konnte wie jedes Jahr erfolgreich durchgeführt werden: notwendige Aktualisierungen der Statuten wurden ebenso beschlossen wie die enge
Kooperation mit der DGWMP und der SGOS, unseren Schwestergesellschaften in Deutschland und der Schweiz. Der Abend klang bei einem gemütlichen Abendessen mit vielen guten Gesprächen aus.
Am 18. Oktober fand dann die Jahrestagung der ÖGWMPh, eine mit 4 DFP-Punkten für das Fortbildungsdiplom der Österreichischen Ärztekammer approbierte Veranstaltung, statt: ein spannendes Programm
mit aktuellen militärischen und natürlich militärmedizinischen Themen mit internationalen Vortragenden aus Deutschland, der Schweiz und Slowenien bot den Teilnehmern viel Raum für Diskussion und
Fragen.
Höhepunkt der Veranstaltung war sicherlich die von Bgdr DDr. Sylvia SPERANDIO, Leiterin Dion8, überbrachte Auszeichnung "Partner des Bundesheeres", welche BM TANNER der ÖGWMPh "für ihre
außergewöhnlichen wehrpolitischen Leistungen und Verdienste um die militärische Landesverteidigung durch Unterstützung des Bundesheeres in seiner Öffentlichkeitsarbeit" verliehen hat.
Auch im kommenden Jahr ist eine Jahrestagung geplant und wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Jahreshauptversammlung 2024 der Landesgruppe Vorarlberg
Bei der heurigen Jahreshauptversammlung am 14. Oktober, die wir mit Unterstützung des Militärkommandos Vorarlberg wie in den
vergangenen Jahren in Bregenz in der Bilgeri Kaserne im Martin Häusle Saal abhalten durften, wurde der Vorstand der Landesgruppe neu gewählt. Für eine weitere dreijährige Funktionsperiode stehen
dem Präsidenten ObstltA Dr Christian Wolf die Vizepräsidenten ObstA Dr. Arno Trplan und MjrA aD Prof. Dr. Etienne Wenzl, der Schriftführer Vzlt Markus Niegel und der Kassier StWmThomas Kerber zur
Seite.
Im Anschluss an den offiziellen Teil der JHV stellte sich die Wasserrettung Vorarlberg vor. Der Referent Florian Battlogg berichtete
in einem etwa 40 minütigen Vortrag über die Struktur des Vereins, über deren Aufgaben und Einsatzbereiche, über die Ausbildung zum Wasserretter und über die Rekrutierung von Mitgliedern.
Abgerundet wurde der Vortrag mit eindrucksvollen Falldemonstrationen. Der Abend klang mit interessanten Gesprächen aus.
ÖGWMPh bei der Internationalen Tagung 2024 der Schweizerischen Gesellschaft der Sanitätsoffiziere SGOS in Basel
Am 14. September 2024 lud unsere Schwester-Gesellschaft SGOS zur Internationalen Tagung 2024 nach Basel. Die Teilnehmer erwartete ein spannendes Programm: nach der Eröffnung der Veranstaltung
durch den Präsidenten der SGOS Obstlt Dr. Marcel Bundi und Grussworten des Präsidenten des Großrats von Basel refierierte Prof. Dr. Leuppi, CMO und Medizinischer Chefarzt
Universitäres Zentrum BL Liestal, Präsident der Eidg. Kommission für Militär- und Katastrophenmedizin (EMKM), zum Thema "Militär- und Katastrophenmedizin in der Schweiz -
Vergangenheit und Zukunft ".
Oberst a.D. Dr.med.vet. Häsler etführte uns in einen sehr launigen Vortrag über die "Geschichte des Vet D der Schweizer Armee", bevor ObstA Dr. Walter aus dem SanZ Ost die "Entwicklung
Kooperation D-A-CH im KOSOVO" überaus plastisch und anschaulich präsentierte. Nach der Mittagspause fand dann ein Mini-Symposium mit Podiumsdiskussion zum "Sanitätsdienst - wo stehen wir,
wo müssen wir hin ?" mit
Generalarzt Dr. Jürgen Meyer, Abteilungsleiter A im Kdo SanDstBw, ObstA Prof.
Dr. med. A. Suda, Präsident ÖGMWPh und Div Dr. Stettbacher, Oberfeldarzt Schweizer Armee statt. Es folgte eine angeregte Diskussion mit den Anwesenden, von denen viele junge Kamerad:innen der
Schweizer Streitkräfte waren.
Der Präsident der SGOS Dr. Marcel Bundi beendete dann die Veranstaltung mit schweizer Pünktlichkeit - ein perfekt organisierter, spannender und sehr lehrreicher Tag.
Wir freuen uns bereits auf das kommende Jahr, das Thema der internationalen Tagung wird dann "Kriegschirurgie" sein.
ÖGWMPh am Summer Congress der CIOR/CIOMR (Interallied Confederation of Medical Reserve Officers) in TALLINN, ESTLAND
Von 29. Juli bis 2. August fand in TALLINN, ESTLAND, der Sommerkongress der CIOR und der CIOMR statt. Reservisten aus fast allen NATO-Staaten sowie der PfP-Mitgliedsländer und internationale
Gäste wie Südafrika und Botswana trafen sich, um an Workshops, Diskussionsrunden, Fachgruppen-Treffen und Einweisungen zu aktuellen Themen und Herausforderungen teilzunehmen. Ebenso fanden eine
Military Competition und Aktivitäten speziell für jungen Offiziere statt. Die Delegation zum Sommerkongress der CIOR aus Österreich wurde von Brigadier Erich CIBULKA angeführt.
Ebenso fand der Sommerkongress der CIOMR statt, bei dem wissenschaftliche und militärische Themen des Sanitätsdienstes mit dem Schwerpunkt Einsatzversorgung über mehrere Tage und mit Teilnahme
von fast 80 Sanitätssoldaten präsentiert und diskutiert wurden. Ebenso wurden Workshops und praktische Übungen angeboten. Der Präsident der ÖGWMPh hatte die Ehre, hier bei den Themenblöcken
"Einsatzmedizin" und "operative Medizin" federführend an der Programmgestaltung mitwirken zu dürfen. am 29. Juli lag der Schwerpunkt auf Terror und Disaster, wobei der Präsident der ÖGWMPh hier
2x45 Minuten Vorträge und eine praktische Übungen abhielt. Am 30. und 31. Juli bildeten nun wissenschaftliche Sitzungen den Schwerpunkt, wobei es vor allem um die Gabe von Blutprodukten im
Einsatz und um chirurgische Maßnahmen an der Front ging. Am 1. August war dann ein Workshop zur Traumaversorgung mit reger Teilnahme angesagt, bei dem ein Tourniquet-Drill ausgebildet wurde. Am
2. August fand dann die Tactical Combat Casual Care TCCC - Übung statt, bei der 40 internationale Teams antraten, die in den Tagen zuvor bereits die Military Competition mit Schießen,
Orientierungslauf, Granatwurf, Hindernisbahn und vieles mehr zu bewältigen hatten. Der Präsident der ÖGWMPh war dabei als "Senior Judge" eingeteilt, das Team USA3 gewann den Bewerb knapp vor USA1
und NED3.
Fordernde 5 Tage gingen am 2. August zu Ende, das nächste Meeting der CIOMR wird im Jänner in Brüssel stattfinden, der nächste Sommerkongress in Spanien - hoffentlich wieder mit Beteiligung der
ÖGWMPh.
ÖGWMPh Landesgruppe Tirol gemeinsam mit der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper Landesgruppe Tirol und Kader des SanZ West: Vortrag "Als Einsatzchirurg in Afghanistan"
Im Zuge seines Antrittsbesuches am 6. März 2024 bei der Landesgruppe Tirol
als Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie (ÖGWMPh) ergab sich für Oberstarzt Prim. Prof. Dr. Suda die Möglichkeit, von seinem Einsatz als Arzt in
Afghanistan zu berichten.
Dazu trafen sich die Tiroler Wehrmediziner mit den Tiroler Peacekeepern
wie auch dem Kader im Lehrsaal des Ausbildungselements vom Sanitätszentrum WEST Feldambulanz Innsbruck im AG Conrad.
Es war eine seltene Verwendung und Einteilung 2019 für Oberstarzt Dr.
Suda, dass er als einziger Österreicher damals dem Camp MARMAL der Deutschen Bundeswehr, TACC North Afghanistan „German Field Hospital“ zugeteilt wurde, vorgesehen und eingeteilt als leitender
Chirurg. Seinen zivilen Arbeitsplatz hat er übrigens im UKH Salzburg.
Das Lazarettteam setzte sich trotzdem multinational zusammen, insgesamt in
einer Stärke von 128 Personen. Dem standen zwei Operationsbereiche, acht Intensivbetten zusätzlich fünfzig Betten zur Behandlung und Betreuung der Patienten zur Verfügung.
Das Spektrum der zu behandelnden Patienten – verletzte Soldaten aber auch
Einheimische – spannte sich meist wegen Krieg bedingte Verletzungen verursacht durch Minen- und Granatsplitter und Schussverletzungen aber auch Erkrankungen. Wobei beim jeweiligen Antransport in
das Lazarett der Bundeswehr nach straffem Reglement und Triage die Versorgung der Patienten abgearbeitet wurde.
Dies war aufgrund der durchgehend fragilen Sicherheitslage nie wirklich
durchgehend sicher möglich, weil man ständig mit Beschuss und Attacken des Lagers/Lazaretts rechnen musste, vor allem nachts.
Nach der üblich „militärischen Lageeinweisung“ wurde dem interessierten
Publikum hautnah anhand von Aufnahmen von Patienten mit deren Verletzungen veranschaulicht was der Einsatz kompetenter Medizin und aktuell modernen Erkenntnissen – vor allem im Team- meistens
doch möglich macht mit operativen und somit wiederherstellenden Eingriffen und Rehabilitation. Einschließlich der u.U. notwendigen Verlegung von Soldaten in deren Heimat per Flug, als MEDEVAC
bezeichnet.
Der Kommandant des SanZ West Famb IBK Oberst-Arzt Dr. Berger wie auch der
Vorsitzende der ÖGWMP Landesgruppe Tirol Oberst Arzt a.D. Dr. Lechner, MSc bedankten sich herzlich beim Vortragenden und „entließen“ die Besucher zum kameradschaftlichen Teil in die Cafeteria des
AG Conrad.
Text: Cattani Bruno Toaba, Vzlt aD, LG Tirol der ÖGWMPh
Jahrestagung 2023 der ÖGWMPh
Am 22. September fanden sich über 40 Wehrmediziner:innen aus dem Aktiv-,Miliz- und Reservestand sowie Zivilist:innen im Standortcasion der Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim ein.
Am Vorabend wurde die Jahreshauptversammlung der Österreichischen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie (ÖGWMPh) ebenda durchgeführt.
Geladen hatte ÖGMWPh-Präsident Oberstarzt Prim. Prof. Dr. Suda mit seinem Vorstand, den Teilnehmer:innen wurde ein ein interessantes Programm mit Themen quer durch die Wehr- bzw. Militärmedizin
geboten.
Die Begrüßung erfolgte durch den Militärkommandanten von Salzburg Brigadier Schinnerl, der sich mit herzlichen Grußworten, an die Gäste wandte. Ebenso willkommen geheißen wurde der
Vizepräsident der Schwestergesellschaft DGWMP Generalarzt a.D. Prof. Dr. Becker, ÖBH Sanitätschef a.D. GenMjr Dr. Hrabcik sowie Brigadier DDr. Sperandio vom BMLV/Dir.8 wie auch weitere
Gäste aus Deutschland.
Der Themenbogen der angebotenen Vorträge spannte sich von Nachwuchssorgen wie auch Nachrüstung in vielen Bereichen des Sanitätswesens im Bundesheer, Erdbebeneinsatz in der Türkei, Fliegermedizin
sowie neuesten pharmakologischen und pharmazeutischen Erkenntnissen, Sanitätsversorgung bei Jagdkommando-Einsätzen wie auch Berichte aus der Einsatzchirurgie – einem Kerngebiet der
Militärmedizin.
Eine erfreuliche Entwicklung um dem Ärztemangel im ÖBH entgegenzuwirken konnte alle Anwesenden restlos überzeugen: die bereits rekrutierten und in Ausbildung befindlichen Studierenden für
Humanmedizin, vorgestellt von Oberst Bauer/BMLV. Fast alle MilMedStud (Dienstgrad Fähnriche) des Bundesheeres waren anwesend und konnten den Teilnehmern das vielversprechende Projekt
„Ärztenachwuchs-NEU“ des Bundesheeres im Detail vorstellen.
Die Gemütlichkeit kam auch nicht zu kurz, trafen sich viele Kameraden nicht selten nach längerer Zeit wieder, es gab viel zu bereden, nicht nur dienstlich-fachliches.
Dazu trug auch der Besuch abends beim Laschenskyhof im naheliegenden Viehhausen bei.
Eine erfolgreiche Jahrestagung konnte den Blick in die Zukunft der Wehrmedizin mit Focus auf die nächste Generation schärfen und lässt trotz aller Hürden mit Zuversicht in die Zukunft gehen.
Vortrag „Einsatzchirurgie“ am 10.Juli 2023 in Feldkirch
Am Montag den 10. Juli 2023 lud die Landesgruppe Vorarlberg der Österreichischen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie zu
einem Vortrag über Einsatzchirurgie ein. Dieser fand in Kooperation mit dem Roten Kreuz Landesgruppe Vorarlberg in deren Seminarräumlichkeiten in Feldkirch statt.
Prim. apl. Prof. Dr. Arnold Suda, ObstA, Leiter der Abteilung für Orthopädie und Traumatologie am AUVA Unfallkrankenhaus in
Salzburg, Präsident der ÖGWMPh, referierte über das Thema „Einsatzchirurgie – Behandlung von Kriegsverletzungen“.
Zu Beginn erläutere Dr. Suda die speziellen Charakteristika von Spreng-, Detonations- und Schussverletzungen und die sich daraus
ergebenden Schlussfolgerungen für die Behandlung derartiger Verletzungen. Die Grundzüge der taktischen Patientenversorgung erklärte er anhand zahlreicher, in seinen Auslandseinsätzen selbst
erlebter Fallbeispiele.
Eingeladen waren nicht nur die Mitglieder der VGWMP und Roten Kreuzes, sondern auch jene der Offiziers- und
Unteroffiziersgesellschaft; trotz der kurzfristigen Organisation und des schönen Wetters fanden zwanzig Interessierte den Weg in den Vortragsraum.
Plattform „Pro Wehrpflicht“ X. Tag der Wehrpflicht“ 2023
Zehn Jahre nach der erfolgreichen Volksabstimmung für die Beibehaltung der Wehrpflicht in Österreich gab es nach zweijähriger CORONA-bedingter Pause den Event wieder als Präsenzveranstaltung im
„Haus der Industrie“ am Schwarzenbergplatz in Wien.
„Who’s Who“ aus Politik, Militär ebenso Gäste aus Nah und Fern gaben sich ein Stelldichein.
Der Vorsitzende der Plattform „Pro Wehrpflicht“ Brigadier Cibulka konnte BM Mag. Tanner, Generalstabschef General Striedinger wie auch den Chef der Schweizer Armee Korpskommandant Süsli,
Kommandaten und Ressortverantwortliche, wie auch alle Wehrsprecher der Parlamentsparteien sowie viele angereiste Gäste begrüßen. Das angekündigte Programm wurde zügig abgearbeitet, sehr viel
Interessantes erfuhren die Gäste vor allem ausführlich von General Striedinger was den „Aufbauplan 2032“ betrifft. Wie auch die Wortmeldungen aller Wehrsprecher die auf Fragen von Gastgeber
Brigadier Cibulka ihre durchwegs interessanten Statements vorbrachten.
Die Veranstaltung wurde von einem Team der Heeresbild und Filmstelle als Livestream übertragen, aufgezeichnet bereits eingestellt auf YouTube:
Gemütliches Zusammenkommen nach der Veranstaltung am Buffet obligat wie auch Vieles zu erzählen war unter Kameraden, wenn man sich nach langer Zeit wieder trifft und sich freut, einander wieder
zu sehen!
Die Landesgruppe TIROL der ÖGWMP war durch zwei Mitglieder vertreten, die beim Eintreffen des Generalstabschefs General Striedinger sogar persönlich begrüßt wurden. Kassaprüfer der ÖGWMP Obst
i.R. Uray wurde ebenso als Besucher der Veranstaltung entdeckt.