Wehrmediziner im Libanon

Camp NAQOURA/Libanon ( Ein Bericht von StWm Philip OBOJES). Mit dem dreizehnten österreichischen UN Kontingent im Libanon mit Rotation 12/2017 sind auch Mitglieder der Österreichischen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie im Einsatz.

Österreich stellt in diesem Einsatz ca 180 Soldaten. Der größte Anteil davon findet sich in einer MRLU (Multi Role Logistic Unit) wieder. Diese MRLU führt unter anderem Transport-Aufräge für Personen und Sachgüter durch. Die Ambulanz-Gruppe besteht aus 3 Sanitätsunteroffizieren, 2 Rettungssanitätern/Kraftfahrern sowie dem Kontigentsarzt.

 

Das Aufgabenspektrum der Ambulanz-Gruppe in dieser Mission ist vielfältig. Die primäre Aufgabe ist die Bereitstellung von San Trupps die bei Transport-Aufträgen den Konvoi begleiten um im Falle eines Unfalls sofort sanitätsdienstliche Maßnahmen einzuleiten. Natürlich stellt die Ambulanz-Gruppe in Zusammenarbeit mit dem Kontingentsarzt auch die medizinische Grundversorgung der österreichischen Soldatinnnen und Soldaten sicher. Weitere Aufgaben sind u.a. die Kontrolle der Hygiene der österreichischen Unterkünfte und Verpflegseinrichtungen oder die Durchführung von Fortbildungen im Bereich erweiterte Erste Hilfe.

 

 

Die besonderen Herausforderungen in diesem Einsatz für das medizinische Fachpersonal sind Kontrollen über die Einhaltung der Hygiene Maßnahmen bzw. die entsprechende Sensibilisierung der Soldatinnen und Soldaten. Das enge Zusammenleben im Camp und die speziellen regionalen Bedingungen machen dies dringend nötig um einen Ausbruch von diversen ansteckenden Krankheiten zu verhindern.

 

Ein wesentlicher und besonders interessanter Teil des Einsatzes ist die Zusammenarbeit mit anderen Nationen. Es besteht permanente Zusammenarbeit mit dem UN Hospital im Camp Naqoura (Role 1+) welches durch das Indische Kontingent geführt wird. Es wurden auch schon gemeinsame Ausbildungsabläufe mit dem französischem AMET Team (Aero Medical Evacuation Team) durchgeführt. Das Ziel war es sich besser kennen zu lernen und gemeinsam Teile der Sanitätsversorgung zu üben um so im Notfall noch besser miteinander arbeiten zu können.

 

 

Von 15 bis 16 März besuchte uns der neue Verteidigungsminister Mario KUNASEK im Camp NAQOURA. Im Zuge dessen, stattete er auch dem San Element in deren Ambulanz einen Besuch ab.

 

 

Zur Halbzeit kann man eine positive Bilanz ziehen: Es steht gut um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Truppe. Einige der Kameraden in der Ambulanz Gruppe überlegen bereits länger im Einsatzraum zu bleiben.

 

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