Aktuelles von unserem ÖGWMP Mitglied HptmA Dr. GEIGER-TOMEK  aus PRISTINA

                              Die medizinische Versorgung der KFOR-Truppen im KOSOVO

 

(Bericht: HptmA Dr. GEIGER-TOMEK, PRISTINA) Ein Gutteil der ärztlichen Versorgung obliegt im Camp Film City in PRISTINA dem Medicalcenter (Role 1) bestehend aus Schweizern und Österreichern.

 

Der Bereich ist aufgebaut wie eine allgemein medizinische Praxis mit kleiner Apotheke, bestehend aus Wartebereich, Anmeldung und zwei Ordinationsräumen. Personell erfolgt die Betreuung der Patienten durch Sanitätsunteroffiziere und diensthabende Ärzte. Die monatliche Versorgung liegt bei 250 bis 600 Soldaten aller Nationen, wobei aktuell im Frühjahr weniger, im Sommer mehr stationiert sind.

 

So besuchten uns Juli/August zirka 160 Österreicher, 180 Schweizer und etwa 70 Deutsche sowie auch andere Nationen nach Wunsch und Bedarf! Den Soldaten vor Ort ist nämlich eine medizinische Betreuung durch einen Arzt/Sanitäter gleicher Nation sehr wichtig, weshalb darauf großen Wert gelegt wird.

 

Die Bandbreite der Leiden reicht von Blasen an den Füßen, z. B. nach einer Teilnahme am DANCON Marsch über Verkühlungen bis hin zu Sportverletzungen, aber auch seltene oder schwere Krankheiten kommen vor, die einer Intervention im Spital bedürfen.

 

Neben der Role 2, die eine Art Facharztambulanz darstellt und sich innerhalb des Camps befindet (wird aktuell von Engländern betreut) gibt es auch die Zuweisung ins Spitali American in PRISTINA, wo auch Röntgen, Labor, ja sogar Operationen möglich sind.

 

Neben der truppenärztlichen Ambulanz ist das Sanitätspersonal auch für die Betreuung der EOD-Einsätze (Kampfmittelbeseitigung) zuständig.

 

Im Camp Villaggio Italia in PEC obliegt die medizinische Versorgung der österreichischen Truppen den Österreichern alleine, da sehr viele verschiedene Nationen vor Ort sind, somit hat jeder seine eigene kleine Sanitätsstation.

 

Da es eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung gibt und jederzeit Sanitätspersonal und Ärzte erreichbar sind, sind die Soldaten sehr gut versorgt. Auch wird versucht immer wieder auch einen Heerespsychologen vor Ort zu stationieren.

 

Die Namen eines Teils vom österreichischen SanTeam lauten:

HptmA Dr Johannes PLENK (Brigardearzt der 7ten) - gemeinsam mit mir

SanSpieß Vzlt JAKESCH und sein Stv. OStv GUTMANN, alle von den 25er aus Klagenfurt

Die einzelnen Namen des SanTeams in PEC kenne ich leider nicht.

Von österreichischer Seite gibt es noch Kraftfahrer und je eine Sanitäterin, allesamt Chargen.

..aus dem Einsatzraum

Fotos: HptmA Dr. GEIGER-TOMEK

Freigabe durch den Chef des Stabes - PRISTINA

Screenshot Homepage bundesheer.at