Besuch der Sonderausstellung "Nächstenliebe im Krieg"

Die Sonderausstellung des Alt-Kaiserjägerclubs und der Bergiselstiftung INNSBRUCK führt die Verwundeten- und Krankenversorung vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkriegs vor Augen. Die "moderne" veränderte Kriegsführung verursachte neue Verletzungsbilder, Krankheiten und Millionen von Verwundeten. Aufgrund des überraschend starken Patientenanfalles begann man mit der Sichtung, der Triage. Es  gab unzählige Dauerinvalide, die nach dem Verlust ihrer Gliedmaßen auf ein Weiterleben mit und ohne Prothesen vorbereitet werden mussten. Die Ausstellung, die von Mag. Christian Kofler und Dott. Renzo Mosna kuratiert wurde, gibt Einblick in die Feldchirurgie, die Medizintechnik, das militärische Sanitätswesen und die  Medikation. Vor allem weitreichende Änderungen in der Patientenbetreuung die in vielen Bereichen in der „zivilen“ Medizin übernommen wurden.

 

Eine kleine Gruppe der Tiroler Wehrmediziner besuchte vor kurzem die geführte Ausstellung und wurde dabei von einigen noch nicht bekannten Tatsachen ebenso wie die anderen Besucher doch einige Male überrascht.

Fotos: Toaba -  Mit freundlicher Genehmigung der Verwendung durch den Obmann des Alt-Kaiserjägerclub Obst i.R. Manfred Schullern-Schrattenhofen

ObstltAaD Prim. a.D. Dr. Anton Pallua erläutert den Besuchern die Bezeichnung und Verwendung des chirurgischen Bestecks in dieser Zeit.