AIRPOWER ZELTWEG 2016

 Ein gigantisches Unternehmen....

  

Aus der Sicht eines Wehrmediziners sei auszugsweise kurz berichtet. Die Veranstaltung ist störungs- und unfallfrei gelungen, allen Beteiligten sei gleich zu Beginn Dank, Lob und Anerkennung auszusprechen. Mehr als 300.000 Besucher waren derselben Meinung. Das gesamte Bundesheer, zivile Unternehmen und 20 Nationen waren vertreten. Begonnen mit Planung und Aufbau, wuchs die Organisation insbesondere in den letzten Tagen vor dem. 2. und 3. September blitzschnell auf. 

 

Pionierkräfte mit Kränen, Staplern, Spezialgerät luden die unzähligen Sattelschlepper ab. Zeltstädte sprießten wie Pilze aus dem Boden. Die vielen fliegerbezogenen Fachfirmen wie Simulatoren, HPA, Modelle, Modellbauer, Radar, usw. füllten ihre Stände; das Fliegermuseum hatte Hochbetrieb. Parallel übten die Piloten der einzelnen Nationen ihr Programm Sekunden genau vor, erst damit gab es die Teilnahmegenehmigung an der Flugshow. Viele HS und Flugzeuge bis hin zur AWACS reihten sich Minute von Minute zum stationären Display ein. 

 

Ein riesen logistischer Aufwand stand hinter dieser Veranstaltung. Denken wir nur an die hervorragende Feldküchenverpflegung, toll serviert. Der Transport stellte eine Challenge dar, galt es doch alle Mitwirkenden zum Einsatzort zu bringen, oder die Zuschauer auf den Zufahrtswegen zum Parkplatz zu bringen. Die polizeilich geführte Verkehrsführung aZa mit MilStreife und milVerkehrsreglern war perfekt. Stau nur bei der Abfahrt von der Autobahn. Die Feuerwehr mit den neuesten Kfz und Kränen stand bereit, übte vor, blieb aber von einem Großeinsatz verschont. Eine MilizKp vollzog die Sicherheitskontrollen an den Einlass -Gates, die Bevölkerung hatte dafür großes Verständnis. Eine PzKp stand im Hintergrund bereit und die KPE war sichtbar aufgestellt um im Notfall den Zuschauern die richtigen Fluchtwege zu weisen. Das A1 Netz war verstärkt, der tonnenweise Abfall wurde laufend von jungen Kameraden still und leise fachgerecht entsorgt. Das BMI entsandte den Entschärfungsdienst und auch unsere EOD blieben ohne Einsatz. Erstmals kamen Elektro Kfz zum Lotsen Einsatz, mancher Soldat flitzte mit seinem Segway durch die Mengen. Ein Feldpostamt mit Sondermarke war geöffnet. Allein die 750 Spotter und 250 Journalisten aus aller Welt waren auf ihren Wegen zu begleiten. Spezialführungen gab es für die WPol Vereine. Die Zuschauer sind besonders durch hohe Disziplin aufgefallen, einträchtig beklatschten sie kräftig die Flugleistungen und marschierten am Abend todmüde aber voll Begeisterung heim; zum Wohnwagen oder Hotel in der gesamten Region. Die Fluglogistik lief wie am Schnürchen, zB: am Schluss galt es den Piloten wieder genug Sauerstoff mit auf die Reise zu geben. 

 

Auszugsweise über die SanLogistik: 5 SanStützpunkte wurden aufgebaut (mit Bettenzentralen, LKW als NAW (ideal bei diesem Großeinsatz). Aus ganz Österreich waren Notärzte, Diplompfleger und Notfallsanitätern und HKf des ÖBH im Einsatz. Vorwiegend der Sonnenstich überraschte die Zuschauer, kein schwerer Unfall geschah. Peers und Notfallpsychologen waren vor Ort. Ergänzt wurde auch mit Steirischen Notärzten. Ein besonderes Erlebnis: nicht nur Erstversorgung erfolgte durch sondern das Team Vzlt Plattner und OStWm Bucher vom SanZ West, mich überraschte man vorsorglich mit einem stärkenden Kaffee und Kuchen. Und für einen meiner Spotter hatten sie bei dieser Hitze den richtigen Kopfverband mit dem Dreieckstuch grade zur Hand. Danke !

 

Die Flugshow und Leistungen der Piloten und dem gesamten fliegerischen Personal wäre viel viel mehr Platz zu widmen – es war fantastisch. Aber es gibt nur eines – komm einfach zur nächsten Airpower. 

 

 

Fritz Scheibler, Obst iR

Fotos: Scheibler