Angelobung von 650 Bundesheer Rekruten in St. Anton am Arlberg

Abschreiten anlässlich der Angelobung in St. Anton: (1. Reihe v.re)

LH Günther Platter, LH Markus Wallner, Militärkommandant Tirol Generalmajor Herbert Bauer; in 2. Reihe v.re. Militärkommandant Vorarlberg Brigadier Ernst Konzett, Bürgermeister von St. Anton, Helmut Mall, Kommandant der 6. Jägerbrigade Brigadier Absam, Brigadier Peter Grünwald

 

Bildcredit: Land Tirol

(Presse-Land Tirol) Mehr als 650 Rekruten haben am Freitag im WM-Zielgelände von St. Anton am Arlberg im Beisein der Landeshauptleute von Tirol und Vorarlberg, Günther Platter und Markus Wallner, ihren Treueeid auf die Republik geleistet. Den militärischen Festakt nahmen die beiden Landeshauptleute zum Anlass, um sich erneut klar gegen eine weitere Ausdünnung des Bundesheers auszusprechen. „Die Einsatzfähigkeit des Bundesheeres darf keinesfalls untergraben werden“, betonten Platter und Wallner.

Wie Tirols Landeshauptmann formulierte auch Wallner die Forderung, dass mit dem neuen Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil die mehrfach bewährten und gut funktionierenden Bundesheer-Strukturen in beiden Ländern unangetastet bleiben. Bei der Volksbefragung im Jahr 2013 habe sich die Bevölkerung klar für den Erhalt regionaler Sicherheitsstrukturen ausgesprochen. Eine schrittweise Aushöhlung komme für die beiden Landeshauptleute nicht in Frage.

Einsatzbereitschaft des Bundesheeres muss gewährleistet sein

Den Plänen zur Streichung der Jägerkompanie in Vorarlberg erteilte Vorarlbergs Landeshauptmann Wallner in dem Zusammenhang neuerlich eine unmissverständliche Absage. „Die Bevölkerung hat ein Recht auf funktionsfähige regionale Sicherheits- und Militärstrukturen. Im Einsatzfall – etwa bei Katastrophen – müssen genügend Soldaten in kurzer Zeit zur Verfügung stehen“, sagte Wallner.

LH Günther Platter blickte in das vergangene Jahr zurück: „Die Unwetterereignisse im Sellraintal haben uns wieder deutlich vor Augen geführt, dass das Bundesheer bei der Bewältigung von Katastrophen unentbehrlich ist.“ Auch beim Umgang mit der Flüchtlingswelle leiste das Bundesheer einen außerordentlich wichtigen Beitrag. Die militärischen Strukturen seien ein unverzichtbarer Bestandteil des Tiroler Sicherheitsinfrastruktur und bestens mit den anderen Partnern vernetzt. „Die Tiroler Bevölkerung weiß, dass das Bundesheer ein verlässlicher Partner ist. Es wäre unverantwortlich, eine tragende Säule für die Sicherheit im Land zu schwächen“, betont Platter.

Tirols Landeshauptmann erneuerte seine Kritik am Abzug des Militärhubschraubers aus Vomp mit Ende des Vorjahres. „Das war eine Fehlentscheidung von Minister Klug.“ In enger Kooperation mit dem Innenministerium ist es jedoch gelungen, mit einem ganzjährig in Tirol stationierten Hubschrauber, den das Land zahlt und die Polizei betreibt, eine sehr gute Alternative für den Katastrophenschutz in Tirol zu finden. 

Den mehr als 650 Rekruten, die angelobt wurden, wünschten Wallner und Platter für die nächsten Ausbildungsmonate alles Gute. Ein Großteil von ihnen wird in den verschiedensten Funktionen in Tirol den weiteren Grundwehrdienst leisten. Von den 200 angelobten Vorarlberger Rekruten sind 93 in Vorarlberg dienstzugeteilt. Dreizehn Rekruten kommen zur Militärmusik nach Bregenz.

Der Vorstand der Landesgruppe Tirol  von der Österreichischen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie wurde vom Militärkommando Tirol zur Angelobung als Ehrengäste eingeladen.

Die Gemeinde St. Anton am Arlberg lud die Ehrengäste nach der Angelobung in die ViP Lounge des WM Stadion "Karl Schranz" zum Buffet.

Fotoleiste v.l.n.r.:

Rekruten angetreten zu Angelobung, die Landeshauptleute Platter und Wallner im Gespräch mit soeben angelobten Soldaten

Mitglieder der ÖGWMP Landesgruppe Tirol in bester Laune - Vzlt Toaba, ObstAaD Dr. Maurer,

ObstA Dr. Bichler 

Kdt SanZ West IBK ObstA Dr. Bichler mit PDL Vzlt Weinberger Msc

Bildcredit: Toaba/Land Tirol